antifaschistische Gedenkdemo +++ Samstag 21. Februar 2026 +++ 13 Uhr +++ Hauptbahnhof Brandenburg an der Havel

Im Februar 1996 saß der Brandenburger Punk Sven Beuter mit Freunden zusammen, schaute Fernsehen und trank. Als Sven sich aufmachte Bier zu holen, traf er auf den Neonazi Sascha L., der ihn als „linke Zecke“ identifizierte. L. griff Sven brutal an. Anschließend schliff der Neonazi Sven 50 Meter hinter sich her, nur um ihn in der Havelstraße weiter mit Schlägen und Tritten zu attackieren. Als die Polizei eintraf, nahm diese zuerst die Personalien von zwei Zeugen auf. Erst dann riefen sie einen Krankenwagen für den schwer verletzen am Boden liegenden Sven. Nach fünf Tagen Todeskampf im Koma, starb Sven am 20. Februar 1996.

Neben Sven gibt es noch über 221 weitere Menschen, die seit 1990 in Deutschland ermordet wurden, weil sie nicht in die Weltbilder von Neonazis und Rechten gepasst haben. 30 Jahre nach dem Totschlag an Sven gibt es wieder vermehrt (junge) Neonazis, die auf der Straße Dominanz zeigen und ganz bewusst mit Springerstiefeln und Bomberjacken an die ‚Baseballschlägerjahre‘ anknüpfen. Doch die größte Herausforderung ist im Moment die rechtsextreme Partei AfD, die Ressentiments und Hass schürt, um Menschen auszugrenzen.

Gemeinsam wollen wir am Samstag den 21. Februar auf die Straße gehen, um an Sven Beuter zu erinnern, zu mahnen, wohin rechtes Gedankengut führt und um den Opfern rechter und neonazistischer Gewalt zu gedenken. Niemand ist vergessen!

Neben der Demo laden wir euch zu drei Bildungs- und Informationsabenden im Februar ein. Jeweils ab 18:30 finden diese im Interkulturellen Zentrum der BBAG am Gotthardtkirchplatz 10 in Brandenburg an der Havel statt. Die Teilnahme ist kostenlos.

Dienstag – 03.02.2026 – „Rechtsextreme Jugendbewegungen in Brandenburg“

Donnerstag – 12.02.2026„Demokratie in der Krise“

Dienstag – 17.02.2026 – „Erinnerungskultur – Herausforderungen und Chancen“

Initiative zum Gedenken an Sven Beuter


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